Start in die Festwoche mit der Ausstellung Kunst-Leben-Chemie

Start in die Festwoche mit der Ausstellung Kunst-Leben-Chemie

Mit der Ausstellung „Kunst-Leben-Chemie“ wurde am 4. Juni die Festwoche, die einen Höhepunkt im Veranstaltungsjahr des 125-jährigen Jubiläums der Chemieregion Bitterfeld-Wolfen bildet, eröffnet. Diese Kunstausstellung ist ein Gemeinschaftswerk von der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, des Landes Sachsen-Anhalt und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld.  Die Ausstellung in der Galerie am Ratswall zeigt Gemälde, Grafiken und Plastiken zum Thema Leben und Arbeiten in der Chemieregion Mitteldeutschland. Namhafte Künstler wie Wolfgang Mattheuer, Wolfgang Petrovsky und Bernd Wilke sind stellvertretend für über 30 Künstler zu nennen. Die Ausstellung gibt einen guten Überblick und eine Rückschau auf die Zeit von 1960 bis in die 1990er-Jahre. Sie stammen zum einen aus dem Kunstbesitz des Landes und zum anderen aus dem Besitz der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH. „Mit der Ausstellung sowie den vielfältigen Veranstaltungen, die während des gesamten Jahres gemeinsam mit den Unternehmen geplant und organisiert werden, soll auf den Wandel der Chemieregion aufmerksam gemacht werden“, so der Chemiepark-Geschäftsführer Patrice Heine und er betonte: „Der Standort hat früher wie heute Spitzenleistungen hervorgebracht. Bereits 1893 entschied sich die AEG für die Region, nachdem sie die günstigen Rohstoff- und Logistikfaktoren in ihrem wirtschaftlichen Kalkül berücksichtigte. Der Chemiker und spätere Außenminister Walther Rathenau entwickelte hier ein neues Elektrolyse-Verfahren für die Produktion von Chlor-Alkali-Produkten. Heute ist der Chemiepark ein starkes Netzwerk von Unternehmen mit einer Chemie, die zur Weltspitze gehört und die sich in einer innovativen Umgebung gut entwickeln kann.“

Bernhard Böddeke, stellvertretender Landrat, ging in seinem Grußwort auf den Aspekt zwischen der industriellen Entwicklung und der Kunst ein: „Die Industrialisierung und die Politik prägten das künstlerische Schaffen während der DDR-Zeit. Bei einem Teil der Bilder ist deutlich der Einfluss des „Bitterfelder Weges“ erkennbar.“ Künstler gingen auf Parteibeschluss in die Produktion und leiteten die Arbeiter in ihren künstlerischen Aktivitäten an. Werke von Wolfgang Mattheuer und Wolfgang Petrowsky schufen in den 60er und 70er Jahren Kunstwerke, die dazu beitrugen, die Kluft zwischen Kunst, Leben und Arbeit zu überwinden. Beim Betrachten der künstlerischen Werke bleibt es jedem selbst überlassen, die Interpretation zu übernehmen.

Die Ausstellung in der Galerie am Ratswall 22 kann bis zum 15. Juli täglich, außer montags, in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr besucht werden.